Ausstellungen

Für die Aufarbeitung der Geschichte Neukladows spielt Archivarbeit eine wichtige Rolle und rührt dabei an ein für den Ort zentrales Thema: Erinnerungskultur! In ihrer Funktion als Orte des Sammelns sind Archive insbesondere auch Gedächtnisspeicher, in denen kollektive wie persönliche Erinnerungen bewahrt werden. Und so facettenreich der Inhalt von Archiven ist, so mögen sie für einen jeden von uns höchst unterschiedliche Bedeutung haben. So wie für die fünf Künstlerinnen und Künstler der vierten Ausstellung des diesjährigen Jahresprogramms der Guthmann Akademie, das sich in vielfacher Weise der Erinnerungskultur rund um Neukladow annimmt. Mit Elke Burkert, Tobias Kielinger, Thomas Klingenstein, Armin Völckers und Sayyora Muin sind im Oktober 2024 im Rahmen der Ausstellung IM ARCHIV fünf bildende Künstlerinnen und Künstler zu Gast im Gutshaus und beziehen in den historischen Räumen vielgestaltige Positionen zum Thema. Seien Sie herzlich eingeladen, sich mit ihnen und ihren Malereien, Zeichnungen, Fotografien und Installationen auf „Archivrecherche“ zu begeben und mit den Künstlerinnen und Künstlern dabei auch persönlich in’s Gespräch zu kommen!

Die Ausstellung IM ARCHIV findet statt vom 24.–27. Oktober 2024 und ist täglich zwischen 12 und 17 Uhr zu besuchen im Gutspark und Gutshaus Neukladow, Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin (Bus X 34, 134, 697, BVG-Fähre 10). Der Eintritt ist frei. 

Projektleitung: Dr. Miriam-Esther Owesle – Künstlerische Assistenz: Elke Burkert

Das Projekt VERKNÜPFUNGEN – KunstNetzWerk Neukladow der Guthmann Akademie gUG (haftungsbeschränkt) findet statt in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Spandau und wird gefördert mit Mitteln aus dem Fonds Dezentrale Kulturarbeit des Bezirks Spandau.

Vor hundert Jahren – Anfang des Jahres 1924 – wurden die geschichtsträchtigen Wandmalereien, die Max Slevogt (1868–1932) im Sommer 1911 im Auftrag des Kunsthistorikers Johannes Guthmann (1876– 1956) im Gartenpavillon zu Neukladow geschaffen hatte, mitsamt dem Pavillon abgetragen und nach Berlin verbracht. Hier, in der Nationalgalerie im Kronprinzenpalais, wurden sie wieder präsentiert, bis sie 1944 dem Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs zum Opfer fielen. Als erste öffentliche Wandmalereien Slevogts haben die Arbeiten Kunstgeschichte geschrieben. Sie gelten als Juwelen in seinem Werk, die den Auftakt darstellten für vielzählige Arbeiten Slevogts im Medium der Wandmalerei. Und die die unverbrüchliche Freundschaft zwischen dem Künstler Slevogt und dem Kunsthistoriker Guthmann begründeten wie die Verbundenheit Max Slevogts mit Neukladow – einem Ort, der für den Künstler Muße bot und sein kreatives Schaffen förderte.

Vom 29. August bis zum 1. September 2024 erinnert die Guthmann Akademie in Kooperation mit dem Kulturamt Spandau im Rahmen der Ausstellung „Vergessene Erinerung – Pavillon RELOADED“ an die Wandmalereien Max Slevogts im Neukladower Gartenpavillon. Eingeladen sind drei Künstlerinnen, die sich 2024 mit dem Gutspark und seiner bedeutsamen Kulturgeschichte auseinandergesetzt haben und deren Malereien, Zeichnungen und Installationen im angegebenen Zeitraum täglich von 12 bis 17 Uhr im Gutspark und Gutshaus zu sehen sein werden. Die Arbeiten von Elke Burkert, Paula Carralero Bierzynska und Birgit Szepanski treten dabei in Dialog mit jenen elf originalen Lichtdrucken der sogenannten Cassirer-Kassette, die der Kunsthändler und Verleger Paul Cassirer 1920 von den Slevogt’schen Wandgemälden anfertigen ließ und ihr Aussehen so vor dem Vergessen bewahrt hat.

Elke Burkert inszeniert im Rahmen der Ausstellung ihre 2022 und 2023 mit großem Publikumserfolg präsentierte Kunstaktion Gewächshausgedanken vermittels einer Licht-Nebel-Installation neu und erinnert damit an die Abtragung des Gartenpavillons und seiner Wandgemälde vor 100 Jahren. Einmal mehr wird dabei das Gewächshaus im Gutspark zum Ort der Begegnung und Vernetzung und lädt die Besucher*innen des Gutsparks ein, sich aktiv mit der kulturgeschichtlichen Besonderheit des Ortes zu beschäftigen. Anlässlich der Finissage am 1. September 2024 setzt Dr. Miriam-Esther Owesle das Ausstellungsthema in seinen kunstgeschichtlichen Kontext. und lädt um 14 Uhr im Musiksaal zum Vortrag „Ein Garten Eden an der Havel – Max Slevogt und Neukladow“ ein.

Die Ausstellung „Vergessene Erinnerung – Pavillon RELOADED“ findet statt vom 29. Juli bis 01. September 2024 und ist täglich zwischen 12 und 17 Uhr zu besuchen im Gutspark und Gutshaus Neukladow, Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin (Bus X 34, 134, 697, BVG-Fähre 10).

Projektleitung: Dr. Miriam-Esther Owesle – Künstlerische Assistenz: Elke Burkert

Das Projekt VERKNÜPFUNGEN – KunstNetzWerk Neukladow der Guthmann Akademie gUG (haftungsbeschränkt) findet statt in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Spandau und wird gefördert mit Mitteln aus dem Fonds Dezentrale Kulturarbeit des Bezirks Spandau.

2024 nimmt das Programm VERKNÜPFUNGEN – KunstNetzWerk Neukladow den Gutspark Neukladow als historischen und aktuellen Ort künstlerischer Netzwerke in den Blick. Basierend darauf, dass das historische Neukladow ein inspirierender Ort kreativen Austauschs war, an dem zahlreiche prominente Kunst- und Kulturschaffende aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Musik, Theater, Tanz und Design zu Gast waren, wird das Projekt das originäre Profil des Ortes durch Veranstaltungen wie Lesungen, Vorträge, Künstler*innengespräche, Konzerte, Performances und Kunstaktionen schärfen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer Reihe von vier Ausstellungen inklusive eines Künstler*innensymposiums, die das Gutshaus mit dem Gutspark als Ausstellungsraum miteinander verknüpfen.

Eröffnet wird das Jahresprogramm im März 2024 mit einer viertägigen Ausstellung vom 21.03. bis 24.03.2024 im Gutshaus Neukladow zum Thema ÜBER FARBE. Eingeladen sind mit Elke Burkert, Elena Dorn, Amira Rafat Kicherer und Anna-Lisa Unkuri vier bildende Künstlerinnen aus Berlin, die in ihren jeweiligen Arbeiten und in den Medien Malerei, Zeichnung, Plastik und Installation über ein Thema reflektieren, das für Neukladow kulturhistorische Bedeutung hat und im Hinblick auf Digitalisierung und medialen Wandel auch von soziokultureller Relevanz ist.

Zur Finissage am Sonntag, dem 24. März 2024 erwartet Sie ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm:

Um 14 Uhr spricht die Kunsthistorikerin Dr. Miriam-Esther Owesle zum Thema ÜBER FARBE in Neukladow –  Von der Impression zur Installation. Um 15 Uhr lädt die Künstlerin Elke Burkert bei gutem Wetter zum Rundgang durch den Park und wird dort installative Arbeiten präsentieren. Um 16 Uhr laden die Künstlerinnen zum Terrassentalk auf die historische Gutshausveranda ein.

Die Ausstellung findet statt vom 21. bis 24. März 2024 und ist täglich zwischen 12 und 17 Uhr zu besuchen im Gutshaus Neukladow, Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin (Bus X 34, 134, 697, BVG-Fähre 10). Der Eintritt ist frei. Spenden sind sehr willkommen.

Das Projekt VERKNÜPFUNGEN – KunstNetzWerk Neukladow der Guthmann Akademie gUG (haftungsbeschränkt) findet statt in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Spandau und wird gefördert mit Mitteln aus dem Fonds Dezentrale Kulturarbeit des Bezirks Spandau.

ARCHIV ab 2023

„Wo gehen wir denn hin?“- PROJEKTionsORT Neukladow

Berlin-Spandau – Gotisches Haus – 06. Mai bis 18. Juni 2023

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EIN SOMMER IN NEUKLADOW

Gotisches Haus (Berlin-Spandau) – 23.3. bis 13.6.2021

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“Ein Sommer in Neukladow” im Gotischen Haus, Spandau © Gotisches Haus, Kommunale Galerie Spandau, 2020

Das Gotische Haus zeigt derzeit Arbeiten von sechzehn bildenden Künstler*innen, die den Gutspark Neukladow in den ersten beiden Juniwochen des Jahres 2020 zum Freiluftatelier gemacht und damit eine Tradition zu neuem Leben erweckt haben, die der Impressionist Max Slevogt vor rund hundert Jahren in Neukladow begründete: das Malen en plein air! Gezeigt wird in der Ausstellung eine Auswahl von rund 200 Werken, die während der von der Guthmann Akademie in Kooperation mit dem Kulturamt Spandau initiierten Sommerakademie 2020 beim Pleinair im Park entstanden sind. Zu sehen sind unter anderem Gemälde, Zeichnungen und Grafiken von ARATORA (Frank W. Weber), Antonia Bisig, Matthias Koeppel, Christopher Lehmpfuhl, Ulrike Pisch, Sibylle Prange, SOOKI, Frank Suplie, Lilo Winkelmann sowie Kunststudent*innen der Universität der Künste Berlin.

Kuratorin: Dr. Miriam-Esther Owesle

Gefördert aus Mitteln des Fonds Dezentrale Kulturarbeit I Kulturamt Spandau

Adresse:

Gotisches Haus, Breite Straße 32, 13597 Berlin

Kunstausstellungen

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen:

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Guthmann Akademie (Hrsg.): Ein Sommer in Neukladow, Berlin 2020 (ISBN: 978-3-95410-276-01) für 16,00 € im Buchhandel erhältlich.

 

Sechs_Mal_Secession

Sechs_Mal_Secession_Guthmann_Akademie

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OPER, BÜHNE & KOSTÜME

Die Malerin Ulrike Pisch und ihre Theaterparaphrasen

Gutshaus Neukladow – 26. Februar – 29. März 2015 – Gutshaus Neukladow

Ulrike Pisch_Salon_2009

Ulrike Pisch: Salon, 2009 © Ulrike Pisch